Bundestagsabgeordneter Andreas Mattfeldt (CDU) informierte sich am Dienstag, 17.08.2010, in seinem Wahlkreis Osterholz. Er besuchte das Netzzentrum Heilshorn und ließ sich den Sachstand der Breitbandentwicklung in der Region und in Niedersachsen erläutern.
In seiner Begleitung befanden sich die Osterholz-Scharmbecker Kommunalpolitiker Marie Jordan (Kreisvorsitzende Junge Union), Heinz-Bolko Schottke (Kreistagsabgeordneter und Ratsherr) und Georg Maas (Ratsherr). Die CDU-Leute erhielten aktuelle Informationen aus erster Hand: Peer Beyersdorff, Geschäftsführer des Osterholzer Netzzentrums in Heilshorn, sowie Jurist Stephan Oehlker, standen Rede und Antwort.
Einleitend erklärte Andreas Mattfeldt (MdB): "Als ehemaliger Bürgermeister von Langwedel sind mir die DSL-Problematiken bekannt und darum freut es mich sehr, dass der Landkreis Osterholz hier im Ortsteil Heilshorn zum 'Kernpunkt' der Breitbandentwicklung und -förderung wurde."
Peer Beyersdorff: "Nach dem wir Osterholzer im Mai 2008 den Fördermittelbescheid erhielten, kam schon am 18.06.2008 der Start mit einer Eröffnungsveranstaltung durch die Minister Hirche und Ehlen in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck.
Heute sind wir soweit, eine bundesweite Einmaligkeit darzustellen. Wir beraten das Ministerium in Hannover, die Landkreise und die Gemeinden in Niedersachsen. Zu den Themenfeldern der Datenerhebung, Fördermittel und Marktfähigkeit können wir sachgerechte Lösungsvorschläge unterbreiten. Wir wissen, wo die weißen Flecken sind, und wir haben entsprechende Portale, wo auch die Provider draufschauen."
Inzwischen hat das Heilshorner Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen auch einen sog. Breitband-Atlas für Niedersachsen erstellt. Dabei war es von Vorteil, die weißen Flecken durch Befragung der Bevölkerung zu hinterlegen. Wer unter 2 MB-Geschwindigkeit liegt, gilt als unterversorgt, das sind in Niedersachsen etwa 40 %. Die Vorbereitungen zur Breitband-Förderung durch das Konjunkturpaket II der Bundesregierung sind soweit gediehen, dass die Ausschreibungen beinahe abgeschlossen sind. Im nächsten Schritt können dann die handwerklichen Arbeiten zum schnelleren Netz beginnen.
Peer Beyersdorff legte auch die Zielsetzung der Bundesregierung vor:
"Die aktuelle Breitbandstrategie des Bundes geht dahin, dass bis zum Jahr 2014 insgesamt 75 % aller Haushalte in Deutschland mit einer Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde versorgt sind."
Für die junge Generation äußerte sich Marie Jordan:
"In unserem beruflichen und privaten Leben geht nichts mehr ohne Datenkommunikation. Und die zu transportierenden Datenmengen werden immer größer. Das setzt schnelle Leitungen voraus. Die Internet-Geschwindigkeit ist zu einer gewichtigen Standortfrage in jeder Kommune geworden."
Andreas Mattfeldt bedankte sich für die Ausführungen:
"Ich habe heute viele fachliche Anregungen bekommen. Die volkswirtschaftlichen wie auch gesellschaftlichen Möglichkeiten der Internet-Kommunikation sind extrem wichtig. Ich setze den schnellen Datenfluss gleich mit der Bedeutung von Wasser-, Gas- oder Stromleitungen. Meines Erachtens müssen zum Beispiel alle (älteren) Schulkinder zukünftig in der Lage sein, ihre Schularbeiten mit Hilfe eines Netzanschlusses machen zu können: Das heißt als Voraussetzung, sie müssen auch eine vernünftige Leitung zu ihrer Schule haben. Die Arbeit des Heilshorner Kompetenz Zentrums ist darum besonders gut angelegtes Geld, denn unsere Fördermittel aus Berlin kommen direkt und unmittelbar beim Bürger an. Für die weitere positive Entwicklung des schnellen Breitbandes werde ich mich in meiner Bundestagsarbeit intensiv und deutlich verwenden."
[17.08.2010]