Gemeinsame Veranstaltung mit der FU
Thema der Geprächsrunde war "Komasaufen" im Bezug auf die Situation im Landkreis Osterholz
Gemeinsam mit der Frauen Union Osterholz trafen sich einige Mitglieder des Osterholzer JU-Vorstandes im Kreiskrankenhaus in Osterholz-Scharmbeck um sich über das Thema "Komasaufen" zu informieren. In den Medien sind immer wieder erschreckende Berichte über stark alkoholisierte Jugendliche, die scheinbar regelmäßig an Wochenenden bewusstlos von der Straße gelesen werden. Doch ist dies wirklich so? Und stimmt es, dass wie immer wieder vermittelt wird, die Jugendlichen jünger und die Trinkmengen größer werden? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, besuchten JU und FU, auf Einladung der FU-Vorsitzenden Dorothea von Rex-Gröning gemeinsam den Oberarzt Dr. Hartung um ihm diese Fragen zu stellen.
In seinem informativen Vortrag machte er deutlich, dass die Anzahl der Fälle von schweren Alkoholintoxikationen in den vergangenen 10 Jahren angestiegen ist. Der Schwerpunkt liege hier im Altersbereich zwischen 15 und 20 Jahren. Es sei nicht erkennbar, dass hier eine Verlagerung in den jüngeren Bereich stattfinde, ein allegmeiner Trend sei allerdings aus den begrenzten Fallzahlen des Kreiskrankenhaus auch nicht zu entnehmen, allenfalls ein subjektiver Eindruck. Verstärkt würden allerdings auch Mädchen eingeliefert werden und auch die Schwere der Intoxikation nähme in der Tendenz eher zu. Ob es einen Unterschied zwischen dem Trinkverhalten Jugendlicher in ländlichen Regionen und auf dem Land gäbe, ließ sich nicht feststellen, wohl aber dass es sich bei den angegebenen Fallzahlen zu über 90 % um Einzelfälle handelt, die wenigsten würde wiederholt eingeliefert.
Weiter wurde auf die Folgen schweren Alkoholkonsums eingegangen, ein Patentrezept um junge Menschen an einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol heranzuführen, konnte auch Dr. Hartung nicht geben.
[19.08.2010]